Publication | Closed Access
Effects of short rotation coppice with willows and poplar on soil ecology
110
Citations
146
References
2009
Year
Plant-soil InteractionKup Auf VormalsBotanyPlant-soil RelationshipForestryVerbindung MitForest SoilAboveground-belowground InteractionShort Rotation CoppicePopulus SppSoil Ecology
Kurzumtriebsplantagen (KUP) mit schnellwachsenden Weiden- und Pappelklonen (Salix und Populus spp.) fuhren auf vormals kommerziell genutzten Ackerboden zur Einstellung der Bodenbearbeitung in Verbindung mit erhohten Streumengen. Zusatzlich ist die Qualitat der Streu verandert (z. B. das C/N-Verhaltnis und der Ligningehalt erhoht) und hierdurch kann der Streuabbau verzogert sein. Diese Faktoren konnen im Oberboden zu erhohter Kohlenstoffspeicherung fuhren. Der Verbleib der Blattstreu im Bestand fuhrt zu einer hohen Nahrstoffruckfuhrung. Im Gegensatz zu kommerziellen landwirtschaftlichen Nutzpflanzen konnen Weiden und Pappeln Ektomykorrhizierung ausbilden. Das fuhrt zu einer Einwanderung von Ektomykorrhizapilzen in landwirtschaftliche Boden und zu Veranderungen in der bodenmikrobiellen Aktivitat und Besiedlung. Der Verzicht auf Bodenbearbeitung und die hohen Streumengen konnen weiterhin zu Veranderungen in der Abundanz und Diversitat der Bodenfauna fuhren, z.B. zu erhohten Abundanzen von Regenwurmern (Lumbricidae) und trotz erhohter Diversitat zu reduzierten Abundanzen von Laufkafern (Carabidae). Aufgrund ihrer hohen Biomasseproduktion und hohen Feinwurzeldichten eignen sich Weiden- und Pappelklone zur Phytoremediation von kontaminierten Boden (z.B. uber die Aufnahme von Cd und Zn und den Abbau von Xenobiotica). Insgesamt konnen KUP auf vormals mit annuellen Kulturen bestellten landwirtschaftlichen Flachen damit verschiedene bodenokologische Verbesserungen bewirken. Informationsdefizite bestehen insbesondere weiterhin zu Langzeitwirkungen und zur Nachhaltigkeit dieser Veranderungen nach Ruckkehr zur vorherigen Ackernutzung.
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