Colour-coded duplex-sonography versus scintigraphy

Christian Happel, P. N. Truong, Benjamin Bockisch, K Zaplatnikov, W. T. Kranert, Hüdayi Korkusuz, Hanns Ackermann, F. Grünwald

Nuklearmedizin - NuclearMedicine · 2013 · 14 citations · 0 references

Concepts

Abstract

Seit der Entwicklung der farbkodierten Duplex-Sonographie (fDS) gibt es Bestrebungen, dieses Verfahren zur funktionsdiagnostischen Darstellung fokaler Organveranderungen der Schilddruse zu nutzen. Zur Debatte steht, ob die fDS die Schilddrusenszintigraphie (SD-Szintigraphie) zum Nachweis hyperfunktioneller Knoten ersetzen kann. Ziel dieser Studie war der Vergleich der SD-Szintigraphie mit der fDS bei der Diagnose der funktionellen Schilddrusenautonomie. Patienten, Material und Methoden: Bei 192 Patienten mit in der konventionellen Sonographie detektierten Schilddrusenknoten (Durchmesser >10mm) wurde eine SD-Szintigraphie durchgefuhrt. Zusatzlich wurde bei diesen Patienten eine fDS der Schilddruse vorgenommen. Insgesamt wurden 286 Schilddrusenknoten mittels fDS, SD-Szintigraphie und Serumparametern weiter untersucht und die Ergebnisse miteinander korreliert. Ergebnisse: In der SD-Szintigraphie erwiesen sich 67% der Schilddrusenknoten als hyperfunktionell, 19% als indifferent und 14% als hypofunktionell. Der mittlere 99mTc-Uptake lag in der Gruppe der hyperfunktionellen Knoten bei 2,19%, bei den indifferenten Knoten bei 1,12% und bei den hypofunktionellen Knoten bei 1,06%. Mit der fDS konnte im gesamten Kollektiv perinodular bei allen Schilddrusenknoten die Flussgeschwindigkeit (hyperfunktionelle: 0,23 ± 0,1 m/s; hypofunktionelle: 0,22 ± 0,1; indifferente: 0,21 ± 0,09) und daraus der Resistanz-Index (hyperfunktionelle: 1,21 ± 1,16; hypofunktionelle: 0,62 ± 0,48; indifferente: 0,93 ± 1,02) und Pulsatilitatsindex (hyperfunktionelle: 0,97 ± 0,45; hypofunktionelle: 0,84 ± 0,4; indifferente: 1,04 ± 0,6) ermittelt werden (intranodular bei 24% der hyperfunktionellen Knoten, bei 15% der hypofunktionellen Knoten, und bei 2% der indifferenten Knoten). Die statistische Auswertung der Daten der fDS zeigte fur alle Gruppen keine praktisch relevante Korrelation (p>0,05) mit 99mTc-Uptake, basalem TSH, fT3 oder fT4. Schlussfolgerung: Die fDS kann die SD-Szintigraphie zur Diagnose funktioneller Schilddrusenautonomien nicht ersetzen. Eine sichere Diagnostik erfordert die Zusammenschau der Befunde aus SD-Szintigraphie, Sonographie und Labor.