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Olfactory oriented migration through soil by root‐living <i>Hylobius abietis</i> (L.) larvae (Col., Curculionidae)

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1994

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Abstract

Abstract The pine weevil Hylobius abietis (L.) is known to oviposit in the inner bark of roots of recently killed coniferous trees, where larvae develop as subcortical feeders. In laboratory experiments we demonstrated that many H. abietis larvae abandoned a crowded host substrate and migrated through sand to a previously unoccupied substrate 100 mm away, where they established themselves. Ethanol and the host monoterpene α‐pinene were shown to act synergisticafly in attracting the larvae. Larval migration towards fresh host material was demonstrated also in first instar larvae hatching from eggs laid in sand more than 50 mm away from the host substrate. Oviposition in the sand was induced by denying the ovipositing females access to the host material by covering it with nylon mesh. We suggest that the facultative migratory behaviour shown by H. abietis larvae in the two situations reported here can play an important role in increasing their survival as well as their ability to utilize available host material in the field. Zusammenfassung Geruchsorientierte Wanderung durch den Boden von in Wurzelstöcken lebenden Hylobius abietis (L.)‐Larven (Col., Curculionidae) Vom Großen Braunen Rüsselkäfer, Hylobius abietis ist es bekannt, daß er seine Eier unter die Rinde von Wurzelstöcken frisch gefällter Kiefern ablegt, wo die Larven sich im Bast entwickeln. In Labor‐experimenten konnten wir nachweisen, daß viele H. abietis ‐Larven ein dicht besiedeltes Wirtssubstrat aufgeben und durch den Sandboden zu einem noch freien Substrat in etwa 10 cm Entfernung wandern und sich dort einbohren. Äthanol und das im Wirtsholz vorhandene Monoterpen α‐Pinen wurden als Substanzen nachgewiesen, die synergistisch anziehend auf die Larven wirken. Die Larvenwanderung zu frischem Wirtssubstrat wurde auch bei frisch geschlüpften Larven beobachtet, die 5 cm vom Wirtsholz entfernt im Sandboden aus dort abgelegten Eiern schlüpften. Die Eiablage in den Sandboden wurde dadurch induziert, daß ablegebereite Weibchen nicht am natürlichen Brutmaterial ablegen konnten, weil dieses mit Nylonnetzen abgedeckt war. Aus den Ergebnissen wird gefolgert, daß die fakultative Wanderung von H. abietis ‐Larven in den zwei gegebenen Situationen zur Verbesserung der Überlebenschancen und zur Verbesserung der Ausnutzung des verfügbaren Wirtssubstrats eine wichtige Rolle spielen können.

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